Stärken-Analyse
Ist ihnen auch schon aufgefallen wie oft man sich im Alltag in den eigenen Schwächen verrennt? Ich hatte seit Jahren immer das Gefühl nur an den Dingen arbeiten zu müssen die ich NICHT kann. Ich verschwendete Zeit damit nachzugrübeln warum ich in manchen Dingen eben schlechter war als Kollegen, Freunde oder Bekannte und merkte dabei wie ich mich immer negativer sah. Der erste Schritt von dieser lästigen Gewohnheit loszukommen ist eigentlich ganz naheliegend. Jeder hat Stärken. Warum nicht darüber nachdenken was man so wirklich GUT KANN? Es ist schließlich viel sinnvoller das auszubauen und zu stärken was einem liegt. Bei anderen Dingen erreicht man meistens nur mit großer Anstrengung das absolute Mittelmaß – und Spaß am Leben bringt es ganz bestimmt nicht. Ich habe mich daher letzte Woche in mein Büro gesetzt und eine kurze, aber effiziente Stärken-Analyse an mir selber durchgeführt, und mich schon kurz danach viel besser gefühlt!
Zuerst habe ich mir Gedanken über meine Qualifikationen gemacht die ich im Laufe meines Lebens erworben habe. Zuerst ging alles etwas schleppend, aber als ich ins Detail ging explodierte die Liste vor meinen Augen regelrecht! Wenn man sich einmal die Zeit nimmt und so eine Liste erstellt, wird einem oft erst wirklich bewusst was man so alles kann! Ich war begeistert!
Danach habe ich mich in meiner Liste meinen Hobbys zugewandt. Jeder hat solche Tätigkeiten die ihm besonders liegen und leicht von der Hand gehen. Ich war in den letzten Jahren so verrannt in meine Schwächen – ich hatte beispielsweise völlig vergessen wie gut mein Englisch ist wenn ich es mit dem meiner Kollegen vergleiche! Ich habe mir gleich am kommenden Tag eine englische Tageszeitung gekauft und mich beim Lesen einfach nur über mich selber gefreut. „Think positive! Ich kann was!“ Ging mir nur immer wieder durch den Kopf…
Dann ging ich weiter in meiner Liste und schrieb alle persönlichen Erfolge auf die ich in meinem Leben hatte und sparte dabei nichts aus. Alles wofür ich jemals gelobt oder beneidet worden bin kam auf die Liste, und das Lächeln auf meinem Gesicht wurde dabei immer breiter. Vieles konnte ich sogar nachvollziehen, und ich fühlte mich spürbar besser.
Ich war jetzt schon verdammt stolz auf mich und machte noch eine Liste von 15 Dingen die ich wirklich positiv an mir empfinde. Dabei war es mir sehr wichtig alle Punkte auf meiner Liste auch deutlich zu erklären, damit ich sie mir immer wieder ins Gedächtnis rufen kann!
Ich machte eine separate Liste mit all den Charaktereigenschaften die meine Mitmenschen an mir schätzen und machte mir bei vielen Punkten auch meine eigenen Gedanken ob mein Selbstbild damit übereinstimmt. Um das alles komplett zu machen überlegte ich mir, was meine drei besten Freunde über mich sagen würden wenn ich sie nach meinen positiven Eigenschaften fragen würde.
Ich hatte jetzt also jede Menge toller Dinge über mich herausgefunden und ein ausführliches Bild meiner Selbst- und Fremdwahrnehmung zu Papier gebracht. Jetzt fühle ich mich nicht nur deutlich wohler (die Liste hängt direkt neben meinem Schreibtisch im Büro), ich werde jetzt auch in den kommenden Tagen genau überlegen inwieweit diese Liste mit meinen privaten und beruflichen Lebenszielen übereinstimmt, und wo ich noch optimieren kann!
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