So kriegen Sie Ängste in den Griff
Ängste sind Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wer kennt zum Beispiel nicht die Angst vor einer wichtigen Präsentation? Was ist, wenn ich alles vergesse oder den Faden verliere? Nicht jeder ist so selbstbewusst, mit einem lockeren Scherz die Situation retten zu können. Statt der Präsentation kann es auch die Rede des Trauzeugen bei der Hochzeit des besten Freundes sein. Oder weit gravierender: Die Angst, den Job zu verlieren. Was passiert dann? Schnell beißt man sich in der Panik-Schleife fest und kreist nur noch um die größte anzunehmende Katastrophe, statt kreativ über Lösungen nachdenken zu können. Alternativ konzentriert man sich mit aller Kraft darauf, NICHT alles zu vergessen. Die Folge ist, dass sich die Gedanken wieder nur mit Negativem beschäftigen. Daraus kann nichts Positives entstehen, logisch – oder?
Nicht verdrängen
Besser ist es, sich der Angst zu stellen und sich tatsächlich vorzustellen, der befürchtete Fall ist eingetreten. Hier darf man nun nicht stehen bleiben. Denken Sie weiter: Was wird im schlimmsten Fall passieren? Wovor habe ich ganz konkret Angst? Welche Lösungswege gibt es im Fall der Katastrophe? So bekommt man das Gefühl, selbst auf den allerschlimmsten Fall gut vorbereitet zu sein. Der Druck lässt merklich nach und mit ihm weicht auch die Panik. Wenn man dann wieder einigermaßen klar denken kann, überlegt man sich, ob man auch wirklich alles getan hat, um den Erfolg der geplanten Aktion zu sichern. Ist die Präsentation, die Rede gut strukturiert und durchdacht? Kennt man sich in der Materie wirklich gut aus?
Das funktioniert auch bei „großen“ Themen des Lebens. Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn meine Partnerin mich verlässt? Was macht mir daran am meisten Angst? Was wäre die schlimmste Folge, wenn ich arbeitslos würde? Was passiert, wenn ich in eine andere Stadt ziehen müsste? Ja, das alles kann wirklich passieren. Aber es wird sich ganz sicher ein Weg finden, mit dem jeweiligen Problem fertig zu werden. Finden Sie den Weg in Gedanken bevor der Super GAU eintritt. Falls er denn überhaupt eintritt. Verdrängen bringt Sie nicht weiter. Gehen Sie den Weg in Gedanken bis zum Ende, so bekommen Sie die Kontrolle zurück.
Wenn die Panik das Denken dann nicht mehr blockiert, kann man sich an eine sachbezogene Lösung machen. Ist man in Panik, kreist man nur um sich selbst. Um eine Lösung für ein Problem zu finden, muss man aber an die Sache denken. Das Problem von allen Seiten betrachten. Wege suchen. Das kann man aber nur dann, wenn das eigene Denken frei von Emotionen ist.

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