Mal wieder deprimiert? So kommen Sie aus dem Tief
Jeder von uns ist mal traurig, unzufrieden und antriebslos. Nichts hat so richtig geklappt und das schon seit Tagen. Irgendwie hat man eine Pechsträhne und seine Ziele hat man auch nicht erreicht. Statt Diät zu halten hat man sich aus Frust wieder Schokolade rein geschoben und geraucht hat man auch wieder. Nee, zum Joggen kann man sich heute wirklich nicht aufraffen…Aber dick werden, rauchen und rumliegen machen einen auch nicht wieder glücklich. Da hilft nur Aktion. Und auch dabei kann einem das Prinzip „Getting things done“ helfen.
Zuerst muss man den Hintern vom Sofa kriegen. Mir hilft da am besten Musik. Welche Sie dazu auswählen, bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Gothic sollte es vielleicht nicht gerade sein. Eher irgendetwas Fröhliches. CD einlegen und durch die Wohnung pogen. Hilft mir immer.
Wenn man dann schon vom Sofa runter ist, kann man auch gleich unter die Dusche springen und sich was Schönes anziehen. Wenn man gut aussieht, fühlt man sich auch gut, das ist nicht nur meine persönliche Erfahrung.
All diese Schönheit muss dann natürlich spazieren getragen werden: Also gehen Sie aus dem Haus! Wer unterwegs ist, hat keine Zeit zum Grübeln. Man bekommt neue Eindrücke, trifft vielleicht jemanden, mit dem man einen Kaffee oder ein Bier trinken kann und schon hat man die trüben Gedanken abgeschüttelt. Immer nur allein Zuhause zu sitzen und mit keinem zu reden, kann jeden depressiv machen.
Reden ist überhaupt ein guter Weg, Lasten loszuwerden. Sprechen Sie mit Ihren Freunden oder Ihrer Familie über Ihre Sorgen und holen Sie sich andere Meinungen dazu. Das Gespräch hat gleich zwei gute Effekte: Man fühlt sich nicht mehr einsam und allein, denn es ist jemand da, der zuhört und man bekommt Denkanstöße und neue Perspektiven, aus denen man sein Leben betrachten kann. Von da sieht es vielleicht gar nicht so schlecht aus. Vielleicht dringen Sie im Gespräch auch zum wahren Kern des Problems vor.
Sollte gerade niemand zum Zuhören und Reden da sein, machen Sie sich eine Liste, in die Sie alle Dinge eintragen, die Schuld an Ihrer schlechten Laune sind. Häufig ist man deprimiert, weil einem der Kopf schwirrt vor lauter Dingen, die nicht in Ordnung sind. Die Liste bringt in einem ersten Schritt Ordnung ins Chaos der schlechten Gedanken und sie erscheinen einem nicht mehr so bedrohlich. Man hat wieder die Kontrolle. Wenn Sie Zeit dazu haben, fangen Sie sofort an, die Liste ab zu arbeiten. Was immer es ist: Ewig aufgeschobene Reparaturarbeiten im Haus, die Steuererklärung oder ein Streit, der Sie belastet – packen Sie es an. Das Gefühl, seine Probleme in die Hand zu nehmen und schließlich einen Punkt auf der Liste ab zu haken, verbessert die Laune schlagartig.
Und wenn das alles noch nicht reichen sollte, versuchen Sie’s mit Sport. Das wird sogar vom Arzt gegen Depressionen verschrieben. Wenn Sie sich wirklich so gar nicht aufraffen können, reicht ein strammer Spaziergang durch den Park für’s Erste aus.

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