Zeitfresser finden mit dem Timelog
Oft hat man ja das Problem nach einem langen Arbeitstag nicht wirklich fertig geworden zu sein und einfach nicht zu wissen warum. Man fragt sich dann mehr als einmal weshalb man zwar müde und abgearbeitet ist, aber einfach seinen täglichen Zielen nicht gerecht geworden ist. Mir selber ging es über Jahre nicht anders und trotz aller Selbstkontrolle merkte ich immer wieder wie ich einfach den Gründen nicht auf die Spur kam. Auf den guten Rat eines Freundes hin begann ich daher ein sogenanntes Timelog anzulegen. Ich musste mich ganz schön konzentrieren mich einfach einen ganzen Tag lang hinzusetzen und währenddessen alles zu notieren was ich tat. Jede Störung, jede Unterbrechung schrieb ich mir sorgfältig auf… Wie lange ich Fernsehen war, was (und mit wem ich sprach), wie lange ich Essen war und wie lange ich WIRKLICH gearbeitet hatte. Dies zog ich eine Woche lang konsequent durch (und es war wirklich nervig immer auf die Ihr und den Notizblock zu sehen!) und kam zu einen sehr durchwachsenen Ergebnis.
Ich unterteilte alle meine Tätigkeiten zunächst in 3 Kategorien auf:
A: Sehr wichtige Tätigkeiten
B: Wichtige Tätigkeiten
C: Unwichtige und routinierte Aufgaben
Ich bekam schnell Informationen wie viel Zeit ich für die wirklich wichtigen Dinge auf der Arbeit nutzte, was mich am häufigsten unterbrach und was mein Haupt-Zeitfresser war!
Das Ergebnis war niederschmetternd. Ich verbrachte (wie übrigens fast jeder Büroangestellter) weniger als 20% meiner Arbeitszeit mit ARBEIT! Der Rest beschränkte ich auf Essen, Surfen oder Kaffee kochen…oder mit Kollegen schwatzen! Schon allein die Vorstellung wie unproduktiv ich arbeitete ließ mich meine Arbeitsmoral überdenken. Ich konnte mir nun einerseits vornehmen 40%, oder 60% oder sogar 80% meiner Arbeitszeit auszunutzen und meine Produktivität zu vervielfachen. Andererseits merkte ich aber auch, dass ich an vielen Tagen durchaus meine Ziele erreicht hatte und konnte daher die Arbeitszeit an sich bei gleicher Produktivität mehr als halbieren. Ich hatte mehr Zeit für mich, meine Hobbys und meine Familie!
Natürlich erstelle ich solche Timelogs jetzt öfters, da sich alte Gewohnheiten immer und immer wieder einschleichen und nur schwer auszumerzen sind!

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