Effizienter Lernen
Jeder hat sicher schon die Erfahrung gemacht, dass die meisten Dinge nur sehr schwer in unseren Kopf kommen – egal wie wichtig sie vielleicht für Job oder im Privatleben sind. Ich habe mich also erst einmal gründlich mit dem Prozess des Lernen vertraut gemacht. Was wir uns merken hängt extrem eng mit einem Teil des Gehirnes zusammen der sich „Hippocampus“ nennt. Alles muss hier vorbei. Egal ob Telefonnummer, Englischvokabel oder der Termin für das Meeting am nächsten Donnerstag – wer den Hippocampus nicht schafft, wird gelöscht.
Um effizient zu lernen müssen wir also den Hippocampus so überlisten, dass er alles für WICHTIG hält was wir und merken wollen. Dazu muss man einige Tricks auf Lager haben:
- Man muss das was man lernen will, mit Emotionen verknüpfen. Wenn man sich beim Lernen immer wieder vor Augen hält WARUM man es lernt, der hilft den Daten quasi „unter dem Deckmantel“ von Freude, Trauer, Wut oder Ähnlichem an den Kontrollen des Hippocampus „vorbei zu schlüpfen“.
- Stress vermeiden! Stress schädigt den Hippocampus SOFORT und lässt ihn nicht mehr ordentlich arbeiten. Wer effizienter Lernen will sollte daher versuchen Stress durch mentales Training, Sport und gesunde Ernährung in den Griff zu bekommen. Die Effekte sind phänomenal!
- Der Hippocampus langweilt sich schnell. Man stelle ihn sich am besten wie ein kleines unaufmerksames Kind vor das schnell die Lust an seinen Spielzeugen verliert. Versuchen sie daher immer wieder die Sinneskanäle zu wechseln und viel visuell zu lernen. Wer nur liest muss sich nicht wundern wenn der Hippocampus „auf Durchzug stellt“.
- Immer einen passiven Lernvorgang mit etwas aktiven verbinden damit der Hippocampus nicht wegdämmert! Also beim Lesen IMMER einen bunten Textmarker zur Hand haben und wichtiges BUNT MALEN! Dabei am besten nicht nur eine Farbe benutzen, denn das Gehirn mag es schön farbig (das beschäftigt!). Immer kleine Randnotizen machen und das gelesene nach der Textarbeit noch einmal überfliegen!
- Mindmapping hilft, und zwar richtig! Einfach nach der Textarbeit die bunt angestrichenen Wörter in einer Mindmap in Zusammenhang bringen. Dadurch dass hier noch einmal unsere kreative Ader gefordert ist, nimmt der Hippocampus die Informationen noch einmal begeistert auf und merkt sie sich!
- Clustering hilft eine Information im Gehirn zu verankern. Einfach um ein Schlüsselwort im Mittelpunkt wie bei der Mindmap Begriffe platzieren die mit ihm verwandt sind und mit diesen Wörtern genauso verfahren. Man verknüpft so neue Begriffe mit „alten Bekannten“ und hilft ihnen so die Kontrolle des Hippocampus zu passieren.
- Immer zur richtigen Zeit lernen! Das WANN ist keinesfalls EGAL! Am effektivsten ist es daher den Hippocampus kurz vor dem Schlaf mit den wichtigen Informationen zu füttern. Diese bleiben über die Nacht quasi „in Bearbeitung“ und gelangen so schneller ins Gedächtnis!

Place your comment