Arbeitgeber: Zeit sparen durch Zeitwertkonten
Zeitwertkonten sind besonders bei Leihfirmen sehr beliebt und werden häufig eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Arbeitskonto des Mitarbeiters, bei welchem er Stunden anspart. Hier wird eine gewisse Anzahl Stunden gearbeitet, Überstunden werden dann diesem Kontotypen gutgeschrieben. Benötigt der Arbeitnehmer dann Freizeit, werden die Stunden dem Konto abgezogen und er wird in dieser Zeit trotzdem bezahlt. Eigentlich eine gute Sache, denn der Arbeitnehmer muss in solchen Fällen keinen unbezahlten Urlaub nehmen. Doch dauert es eine Zeit, bis solch ein Arbeitszeitkonto gefüllt ist. Macht der Arbeitnehmer keine Überstunden wird von den regulären Stunden welche abgezogen und gutgeschrieben. Dieses Geld fehlt dann quasi auf der nächsten Lohnabrechnung.
Doch haben Zeitwertkonten auch einen Nachteil, sie sind sehr unübersichtlich. Oft muss der Arbeitnehmer hier auf die Firma vertrauen, wenn er sich bei der Berechnung der unterschiedlichen Steuersätze nicht auskennt. Natürlich schreibt jeder Arbeiter seine Stunden mit, doch wie diese dann unter den verschiedenen Konten aufgeteilt werden, verstehen nicht alle. Hier sollte kein Risiko eingegangen werden und Auszüge regelmäßig überprüft werden. Große Firmen arbeiten überwiegend mit diesen Arbeitszeitkonten und kennen sich im Grunde damit aus. Der Arbeiter sollte sich in einer ruhigen Minute oder nach der Arbeitszeit die Vorgehensweise genau erklären lassen.
Auf einem Zeitwertkonto wird immer ein fest geregelter Stundenbetrag angespart. Dieser dient dann dazu, um an Tagen, an welchen kein Urlaub geschrieben wird, trotzdem Lohn ausgezahlt zu bekommen. Ist das Zeitkonto gefüllt und es werden Stunden weggenommen, werden diese im nächsten Monat dann wieder aufgeschrieben und nicht auf die normale Lohnabrechnung gehen. Solche Konten könnten auch als Sparkasse für Freizeit angesehen werden. Leihfirmen arbeiten fast ausschließlich mit diesem System und immer mehr andere Firmen ziehen hier nach. Dadurch lassen sich zum Beispiel auch die Zahl der Krankenscheine reduzieren, wenn Arbeitnehmer es einfacher haben frei zu bekommen und trotzdem Lohn zu erhalten. Scheidet ein Mitarbeiter aus dem Betrieb aus, werden die Stunden der Zeitwertkonten ausgezahlt und er kann sich bei der letzten Lohnabrechnung über eine Menge mehr Geld freuen. Zwar bekommt die Lohnsteuer hier noch einen Anteil, doch wird es sich trotzdem bemerkbar machen. Firmen die solche Konten anbieten gehen mit der Zeit und sind modern.
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