Schluss mit der Aufschieberitis! So kriegt man’s geregelt
Prokrastination, das klingt schon irgendwie unanständig und im Grunde ist es das auch. Prokrastinieren bedeutet, Dinge immer wieder aufzuschieben. Morgen ist auch noch ein Tag! So lautet das Motto der Aufschieber. Um eine Ausrede ist man nie verlegen und es findet sich ja auch immer etwas anderes zu tun! Das Bad putzen? Och, ich muss noch schnell was einkaufen! Das Zeitungsabo endlich kündigen? Ach, jetzt macht das eh keinen Sinn, die Frist ist gerade abgelaufen. Steuererklärung machen? Nee, wenn die Wohnung so unaufgeräumt ist, kann ich mich nicht konzentrieren. Erst muss wenigstens das Wohnzimmer aufgeräumt sein! Erkennen Sie sich da wieder? Ich schon. Und sind Sie davon auch so genervt wie ich? Dann helfen Ihnen vielleicht folgende Tipps und Infos zum Thema „Aufschieberitis“.
Wo liegt das Problem?
Viele Aufschieber leiden unter einem geringen Selbstwertgefühl. Sie verknüpfen es mit Erfolg. Bei kleinen Aufgaben ist es leicht, Erfolg zu ernten und so das Selbstbewusstsein aufzupolieren. Bei riesigen Aufgaben (oder solchen, die uns riesig erscheinen) liegt der Erfolg in relativ weiter Ferne. Er scheint unerreichbar, da fängt man am besten erst gar nicht an. Da sucht man sich lieber kleine Aufgaben, die eine schnelle Belohnung garantieren. Schließlich ist das Wohnzimmer schneller aufgeräumt als die Steuererklärung gemacht ist. Schon fühlt man sich wieder gut und auf der Siegerseite. Und einige Dinge erledigen sich ja auch wirklich von selbst. Wenn man aber notorisch aufschiebt, türmen sich die unerledigten Aufgaben schließlich zu Bergen, die man nicht mehr überschauen kann. Die Folge können Minderwertigkeitskomplexe sein, weil man das Gefühl hat, seinen Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Spätestens jetzt sollte man etwas gegen das Prokrastinieren tun.
10 Tipps gegen das Aufschieben
1. Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine, überschaubare Häppchen, die schnellen Erfolg bieten. Ganz nach dem Motto: Wie isst man einen Elefanten? In kleinen Portionen!
2. Belohnen Sie sich auch für Teilerfolge.
3. Nehmen Sie sich den Druck: Es muss nicht immer alles perfekt erledigt werden. Oft reicht es aus, etwas zu 80 Prozent zu tun. Hauptsache, es wird angegangen.
4. Packen Sie die unangenehmste Aufgabe zuerst an. Dann ist der größte Brocken schon mal weg!
5. Schluss mit Entschuldigungen! Immer wenn Sie sich dabei ertappen eine Ausrede zum Aufschieben zu erfinden, fragen Sie sich, ob das wirklich stimmt. Ist das Aufräumen jetzt wirklich wichtiger als die Steuererklärung?
6. Machen Sie sich täglich eine To-Do-Liste, die am Abend abgearbeitet sein muss. Streichen Sie Erledigtes rot durch. So sehen Sie jeden Tag wie erfolgreich Sie heute waren.
7. Halten Sie diese Liste so klein, dass Sie alle Aufgaben auch tatsächlich bewältigen können. Der aufgetürmte Berg muss nicht an einem Tag abgearbeitet werden. Sie haben ihn ja auch nicht an einem Tag aufgestapelt. Nur so haben Sie jeden Tag ihr Erfolgserlebnis.
8. Setzen Sie sich (realistische) zeitliche Limits für Ihre Tätigkeiten. Erfahrungsgemäß braucht jede Aufgabe so lange, wie sie dauern darf.
9. Räumen Sie auf und halten Sie Ordnung. Das bringt mehr Übersicht und nimmt Ihnen die Aufräum-Ausrede. Außerdem sind ungeordnete Papierstapel auf Boden und Schreibtisch nicht gerade motivierend. Um mit der oft zitierten Steuererklärung anzufangen, müsste man sich da erst durcharbeiten – das hemmt die Motivation. Lichten Sie das Chaos!
10. Fangen Sie JETZT an!

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